Angstfaktor: Dopamin Kann Auch Die Angst Befeuern
Angstfaktor: Dopamin Kann Auch Die Angst Befeuern

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Video: Dopamin & menschliches Verhalten | Neurotransmitter | Biosynthese | Aminosäuren 2022, Dezember
Anonim

Der Neurotransmitter hinter Suchtverhalten kann auch Paranoia auslösen.

Laut einer neuen Studie kann eine Gehirnchemikalie, die mit Vergnügen und Depressionen verbunden ist, auch Angst auslösen. Forscher sagen, dies könnte erklären, warum der Neurotransmitter Dopamin, von dem bekannt ist, dass er Suchtverhalten verursacht, auch bei Angststörungen eine Rolle spielen kann.

"Es ist wichtig zu zeigen, dass Dopamin sowohl das Ansatz- als auch das Vermeidungsverhalten verbessern kann", sagt Howard Fields, Neurobiologe an der University of California in San Francisco. Das Annäherungsverhalten beschreibt, was jemand, der von einem Objekt angezogen wird, tut, um es zu erhalten. Laut Fields enthüllt der Befund ein neues potenzielles Ziel für die Behandlung rätselhafter neurologischer Störungen wie Schizophrenie.

Wissenschaftler haben lange vermutet, dass Dopamin sowohl mit Angst als auch mit Freude verbunden war. Um ihren Verdacht zu bestätigen, untersuchten Forscher der University of Michigan in Ann Arbor, was mit Ratten passiert, wenn der Neurotransmitter daran gehindert ist, den hinteren Teil des Nucleus accumbens zu erreichen, eine Gehirnregion, in der Dopamin produziert wird, und belohnungssuchende Aktivitäten (wie Essen und andere) Dränge) sowie Emotionen einschließlich Angst werden verarbeitet.

Ihre im Journal of Neurology veröffentlichten Ergebnisse: Die Tiere blieben ruhig, auch wenn Wissenschaftler eine angstkontrollierende Gehirnchemikalie (Glutamat) entfernten, die sie normalerweise in Schwindel versetzt hätte. Dies deutet darauf hin, dass zu viel Dopamin im hinteren Teil des Nucleus accumbens (verbunden mit Angst) zumindest teilweise für die Paranoia verantwortlich sein könnte, die bei vielen Schizophreniepatienten auftritt, sagt Studienkoautor Kent Berridge.

"Einige Forscher haben gedacht, dass Dopamin bei Schizophrenen zu Paranoia führen kann", fügt er hinzu. "Die Ergebnisse stimmen mit dieser Idee überein."

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